Profisport

Die Anforderungen an einen Trainer im Profisport sind andere als die im Hobbybereich. Im Profibereich haben die Spieler meist zahlreiche Trainer, die an der Entwicklung des Spielers teilhaben: Vereinstrainer, Verbandstrainer und Nationaltrainer haben aber naturgemäß alle etwas unterschiedliche Prioritäten und Vorstellungen, welche Maßnahmen ein Spieler wahrnehmen und zu welchen Zeitpunkten er „topfit“ sein muss. Der Athlet selbst befindet sich in der Situation, dass er möglichst alle Verpflichtungen erfüllen muss – er verdient einen Teil seines Einkommens als Spieler für einen Verein und muss deswegen den Wünschen und Vorgaben des Vereins nachkommen. Gleichzeitig muss er aber auf internationaler oder nationaler Ebene Ergebnisse erzielen, um seinen Sponsoren gerecht zu werden und seinen „Marktwert“ zu halten oder, wenn möglich, zu erhöhen. Dass in dieser Situation oft falsche Schwerpunkte gesetzt werden, ist nicht verwunderlich. Hier kann ich mit meiner langjährigen Erfahrung sowohl als Spieler als auch als Trainer zur Seite stehen. Von der Saisonplanung über die Turniervorbereitung und das Coaching beim Turnier bis hin zum intensiven Einzel- und Balleimertraining habe ich all dies bereits mit zahlreichen Profispielern erfolgreich praktiziert.

Turniervorbereitung und Coaching

Gerade Spitzenspieler kleinerer Verbände stehen oft vor dem Problem, dass ihnen der Verband für ein bestimmtes internationales Großereignis keine adäquate Vorbereitung bieten kann. Während meiner Zeit als Cheftrainerin der italienischen Nationalmannschaft war ich in der glücklichen Situation, eine länderübergreifende Kooperation mit den Nationalteams Spaniens und Ungarns ins Leben zu rufen. Gerade im Bezug auf die gezielte Vorbereitung für Europa- oder Weltmeisterschaften hat sich hier gezeigt, wie effektiv eine vom nationalen Verband losgelöste Vorbereitung sein kann. In Absprache mit dem jeweiligen nationalen Verband übernehme ich selbstverständlich auch das Coaching bei Großereignissen. Dies hat für den Spieler den Vorteil, dass er zum Turnier mit seinem persönlichen Coach anreist. Als dieser kann ich mich dann gezielt auf die Interessen des einzelnen Spielers konzentrieren und bin nicht wie ein Nationaltrainer der gesamten Nationalmannshaft verpflichtet.

Trainingspläne / Saisonplanung

Im Spannungsfeld zwischen Verein und Nationalmannschaft ergibt sich für die Spieler immer wieder das Problem, dass mehrere Trainer für die Saisonplanung zuständig sind, die aber immer die Interessen des Vereins oder des Verbandes im Blick haben. Diese Interessen sind oftmals nicht miteinander vereinbar, da jeweils unterschiedliche Prioritäten gesetzt werden. Die Spieler sind häufig nicht in der Lage, all diesen Interessen gerecht zu werden, da man nicht zu jedem Zeitpunkt im Jahr in Bestform sein kann. Hier kann ich als „unbeteiligte“ Partei die Interessen des einzelnen Spielers wahrnehmen und eine Saisonplanung erstellen, die allen Anforderungen gerecht wird. Es ist z.B. nicht immer möglich, alle Pro-Tour Turniere zu spielen. Gerade mit Blick auf die Olympiaqualifikation oder das Euro Top-12 muss aber eine genaue Analyse erfolgen, welche Turniere wirklich gespielt werden müssen oder sollen und welche im Interesse des Vereins, der den Spieler für Punktspiele braucht, ausgelassen werden können.

Balleimertraining

Balleimer-Training ist im Spitzensport viel mehr als nur Techniktraining. Durch intensives Balleiertraining werden Bewegungsabläufe und typische Spielsituationen eingeübt, die Beinarbeit entscheidend verbessert und nicht zuletzt die Kondition weiter aufgebaut. Abweichend vom „klassischen“ Balleimertraining habe ich mich darauf spezialisiert, auch den Aufschlag und vor allem den wichtigen 1. Ball nach dem Aufschlag mit in das Programm des Balleimertrainings aufzunehmen. Ein für mich sehr wichtiger Punkt beim Balleimertraining ist auch das „Training“ des Ballgefühls. Zum einen machen diese Übungen enorm viel Spaß, zum anderen muss natürlich auch in der Wettkampfsituation immer damit gerechnet werden, dass durch Netz- oder Kantenbälle der gewohnte Spielfluss gestört wird. Wer hier richtig und gut reagieren kann, kann so den vielleicht entscheidenden – schon verloren geglaubten – Punkt gewinnen. Balleimertraining sollte fester Bestandteil eines jeden Trainingsplanes sein – meine Empfehlung ist, mindestens 2 mal wöchentlich wenigstens 1 h intensives Balleimertraining in das Training zu integrieren.